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Der Sternenhimmel im August 2026

Erstellt von Karoline Stangl – Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut
Titelfoto: © Perseiden Meteorstrom – Hermann Koberger jun.

Der August ist astronomisch ein sehr ereignisreicher Monat. Uns erwarten Sternschnuppen, eine partielle Sonnenfinsternis und eine partielle Mondfinsternis.

Der Mond im August:
06. August Letztes Viertel
12. August Neumond (Partielle Sonnenfinsternis)
20. August Erstes Viertel
28. August Vollmond (Partielle Mondfinsternis)

Die Planeten im August:
Die Venus leuchtet weiterhin als Abendstern, jedoch erfolgen ihre Untergänge immer früher. Am 16. August begegnen sich die Venus und die zunehmende Mondsichel.
Saturn ist fast die ganze Nacht am Abendhimmel zu beobachten. Am 3. August und am 30. August um Mitternacht wandert der abnehmende Mond am Saturn vorbei.
Jupiter taucht gegen Ende des Monates am Morgenhimmel auf und kann ab dem 15. August knapp über dem Nordosthorizont erkannt werden.
Mars ist auch am Morgenhimmel zu sehen und seine Helligkeit nimmt im Laufe des Monates leicht zu. Am 9. August sind der Mars und der abnehmende Mond zusammen zu beobachten.
Merkur kann von Anfang August bis Mitte des Monates in den frühen Morgenstunden knapp über dem Osthorizont mit einem Fernrohr erkannt werden. Am 11. August ist die schmale Mondsichel bei Merkur zu erkennen.
Und am 15. August kommt es zu einer Begegnung mit dem Jupiter.

Der Sternenhimmel im August:
Das Sommerdreieck mit den Sternen Wega, Deneb und Atair sind hoch im Süden gut zu erkennen. Akturus leuchtet als heller Stern im Westen.
Von Osten nach Westen sind die Sternbilder Wassermann, Steinbock, Schütze und der untergehende Skorpion zu erkennen.
Kassiopeia steigt im Norden immer höher hinauf und der Große Wagen sinkt im Nordwesten immer tiefer herab.

Sternschnuppenströme im August:
Im August sind die Sternschnuppen besonders aktiv. Die wohl bekanntesten Sternschnuppenströme sind die Perseiden. In der Nächten von 12. auf 13. August und von 13. auf 14. August wird das Maximum der Perseidenströme erwartet.
Da die Perseidenströme kurz nach Neumond stattfinden, sind die Beobachtungsbedingungen in diesem Jahr besonders ideal.

Zwei Sternschnuppen – Erwin Filimon


Sonnenfinsternis:
Am Mittwoch, den 12. August ab ca. 19:23 Uhr, ist kurz vor Sonnenuntergang eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten.



Die Sonne wird durch den Mond teilweise bedeckt, wodurch eine Sonnensichel beim Sonnenuntergang zu sehen ist. Wenn die Sonne knapp über dem Horizont steht, wird die größte Phase der Bedeckung erreicht sein.
Bis zu 90 % der Sonne können in Österreich bedeckt werden.
Generell gilt, je weiter westlich in Österreich der Standort der Beobachtung ist, umso mehr sieht man von der Sonnenfinsternis. Je westlicher wir uns aufhalten, entsprechend später geht die Sonne unter.
Um die Finsternis beobachten zu können, ist eine gute Sicht Richtung Westhorizont erforderlich.

Wichtig: Bitte nur mit speziellen Sonnenfinsternis-Brillen die Sonnenfinsternis
beobachten, um Augenschäden zu vermeiden.


Sonnenfinsternis – Stefan Pfeffer am 31.05.2003 bei Sonnenaufgang in Berg/ Attergau


Mondfinsternis:
Am Freitag, den 28. August 2026 findet in den frühen Morgenstunden eine partielle (fast totale) Mondfinsternis mit „Handicap“ statt.
Der Mond steht bei dieser Mondfinsternis tief im Südwesten. Ein Standort mit möglichst guter Sicht zum Südwesten-Horizont ist zur Beobachtung günstig.
Der vom Kernschatten bedeckte Teil des Mondes, wird durch das von der Erdatmosphäre abgelenkte Sonnenlicht schwach beleuchtet.
Gegen 4:34 Uhr beginnt der Vollmond in den Kernschatten der Erde zu wandern und die linke Seite des Mondes beginnt sich zu verfinstern. Zu diesem Zeitpunkt hat jedoch schon die astronomische Morgendämmerung
begonnen.
Während der Mond immer weiter in den Kernschatten der Erde wandert, bewegt er sich immer weiter Richtung Horizont und die fortschreitende Dämmerung am Morgenhimmel erschwert zunehmend die Beobachtung.
Deshalb die Bezeichnung „Handicap“.
Gegen 6:13 Uhr wird die größte Bedeckungsphase erreicht. Rund 93 % des Mondes befinden sich nun im Erdschatten.
Nur der rechte Rand des Mondes ist noch hell.

Erwin Filimon – Partielle Phasen der Mondfinsternis am 31.05.2003 auf der Sternwarte
Gahberg


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