Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Sternwarte Gahberg

N 47°54'48" / O 13°36'33" / 860m

Digitalkamera Grundlagen

Digitalkamera Grundlagen Teil 6

Thermo-Sublimationsdrucker (Fotodrucker)

Enttäuscht von der Auflösung des Belichtungs-Studios habe ich mir ein "Sofort-Passbild" für den gleichen Test vorbereitet. Bei diesem Druckverfahren wird wachsähnliche Farbe von einer Folie auf das Papier aufgetragen. Durch Steuerung der Temperatur kann sehr fein die Farbmenge pro Pixel bestimmt werden.

Vergrößerung aus einem Thermo-Sublimations Druck

Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Bildes mit 3200DPI gescannt. Der Raster ist fast unsichtbar, durch kräftiges "Nachschärfen" des Bildes wird er aber deutlich erkennbar. Ich habe den Raster nach dem gleichen Verfahren gemessen und bin auf 300 Bildpunkte / Zoll gekommen, nur unwesentlich höher als im ersten Beispiel.

Auch hier ist offenbar die hohe Auflösung der Studio-Kamera von in diesem Fall 10 Megapixel komplett überdimensioniert.

Farb-Tintenstrahldrucker

Als Beispiel habe ich hier den Canon Pixma IP-4000 genommen. Dieses Gerät wird als "Fotodrucker" gehandelt und schafft laut Herseller bis zu 4800 x 1200 DPI. Damit sollte nun endlich die volle Auflösung der Digitalkamera aufs Papier kommen. In diesem speziellen Fall konnte ich mir die Herstellung eines Testdruckes ersparen, weil dieser Drucker auf http://www.druckerchannel.de bereits intensiv getestet wurde. Den vollen Artikel finden Sie hier, das Ergebnis des "High-Resolution" Tests sieht so aus:

Testdruck Canon IP-4000 (c) www.druckerchannel.de

Die Vergrößerung des Detailausschnittes ist etwa gleich mit den vorigen Bildern. Der Drucker kann zwar mit bis zu 4800DPI drucken, hat da aber nur die Möglichkeit jeweils einen vollen Punkt in einer der vier Grundfarben zu plazieren. Farbnuancen entstehen dabei durch verschieden dichtes Setzen dieser Farbtropfen. Die Detailschärfe liegt hier ebenfalls unter 250 DPI.

Um die übliche "True Color" Qualität zu erreichen, müssen 16 Mio Schattierungen darstellbar sein. Dazu ist es nötig jeder der Grundfarben in 256 Helligkeitsstufen drucken zu können. Da aber die Tropfen praktisch immer gleich groß sind, werden Cluster zu ca. 16x16 Punkten gebildet. Dadurch sinkt aber die Detail-Auflösung um eben diesen Betrag. Anstelle von 2400DPI sind es nun nur noch 2400/16=150 LPI (Lines per Inch, = Rasterauflösung).

Durch geeignete Verfahren kann man diese Cluster (Häufchen) verstreuen, wodurch ein glatterer Verlauf ohne deutlich sichtbaren Raster entsteht, aber letztendlich muß man Auflösung opfern um Farbnuancen zu gewinnen.

weiter zum Teil 7



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